Keine Strategie, sondern Ideologie

Offener Brief an die Kultusminister kritisiert digitale Irrwege in der Bildungspolitik

Ein weiterer Schritt in eine inhumane Zukunft: Die Kultusminister der Länder haben am 01.06.2017 beschlossen, in den Schulen den „Digitalpakt#D“ der Bundesregierung umzusetzen. Ziel ist es, ein Stück vom Fünf-Milliarden-Kuchen zu bekommen, den die Bundesregierung in Aussicht gestellt hat. Mit diesem Geld will Berlin 2018 bis 2022 die IT-Infrastruktur in Schulen ausbauen.

Warum wir das für falsch halten? Das lesen Sie in einem offenen Brief an die Kultusminister, geschrieben von Bildungspraktikern, die das „Bündnis für humane Bildung“ ins Leben gerufen haben. Schließen Sie sich uns an! Unterschreiben Sie den Brief ebenfalls!

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Kritik der digitalen Verblendung

Wir brauchen eine humane Bildung – statt einer Dominanz der Digital-Technik: in Kindergärten, Schulen und Hochschulen.

Viele Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft predigen: Das Digitale sei „alternativlos“. Ohne „digitale Bildung“ drohe Deutschland abgehängt zu werden; unser Land werde international zum Verlierer. Doch kein Mensch lernt digital. Kein Weg ist „alternativlos“.

Wir sind überzeugt: Bildung lässt sich nicht digitalisieren, höchstens Lerninhalte. Daher haben wir das „Bündnis für humane Bildung“ gegründet, um zukunftsfähige Alternativen zur „digital gesteuerten Lernfabrik 4.0“ zu entwickeln.

Unsere Forderung: Die Bildungspolitik braucht einen neuen Kurs. Statt der einseitigen Fixierung auf Digital-Technik muss der Mensch wieder im Mittelpunkt stehen. Mit der Vielfalt seiner Lern- und Bildungsprozesse. Geben wir unseren Kindern eine Chance auf eine humane und demokratische Zukunft. Alternativen gibt es immer – auch und gerade zum digitalen Hype der Gegenwart.